outputMit Trauerredeschreiben per KI generiert
Liebe Trauergemeinde, liebe Familie, liebe Freundinnen und Freunde
danke, dass Sie heute hier sind.
Wir sind zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Sabine Keller-Schmid, unserer Bine,
und um ihr Leben zu ehren.
Ich spreche als ihr Ehemann.
Als ihr Partner, mit dem sie gelacht hat, gestritten hat, Pläne geschmiedet hat
und mit dem sie ein Team war – in guten wie in schweren Zeiten.
Bine wurde am 3. November 1966 in St. Gallen geboren.
Sie wurde 57 Jahre alt.
Ein zu kurzes Leben, sagen wir – und ja, das ist wahr.
Und doch: Was sie in diese 57 Jahre gelegt hat,
an Haltung, an Fürsorge, an Humor, an Verlässlichkeit,
das füllt mehr als nur Kalenderblätter.
Viele von Ihnen kannten sie aus dem Beruf.
Nach dem KV hat sie die Betriebsökonomie an der Fachhochschule gemacht
und war über 25 Jahre HR-Leiterin in einem Winterthurer Maschinenbauunternehmen.
Geradlinig, menschennah, klar.
Bine liebte es, Talente zu entdecken und zu fördern.
Nicht, weil es schön im Jahresbericht klingt,
sondern weil sie überzeugt war, dass ein Unternehmen dann stark ist,
wenn Menschen wachsen dürfen.
Sie hatte dieses feine Gespür: Wer braucht gerade Rückenwind,
wer braucht ein offenes Ohr, wer eine präzise Rückmeldung.
Sie konnte beides.
Und sie hatte den Mut, Verantwortung zu übernehmen, wo andere Ausreden suchten.
Fairness, Verlässlichkeit, Handschlagqualität –
das waren für sie keine Worte, sondern tägliche Praxis.
Aber Bine hat nicht nur am Schreibtisch gewirkt.
Sie war im Samariterverein engagiert und in der Nachbarschaftshilfe.
Wenn es irgendwo brannte – organisatorisch oder menschlich –
war sie da, ohne grosses Aufheben.
Sie packte an, stellte Stühle, kochte Kaffee,
schrieb Listen und nahm nebenbei die Scheu von Menschen,
die nicht gleich um Hilfe bitten können.
Ihre offene Tür war keine Metapher.
Sie war einfach offen.
Zu Hause war Bine die, die Ruhe ausstrahlte, gerade wenn es hektisch wurde.
Unser Familienleben war nicht immer ordentlich nach Drehbuch,
aber wenn die Dinge durcheinandergerieten,
hat sie mit zwei, drei Sätzen Struktur hineingebracht.
Das war ihre Gabe:
ansteckende Ruhe.
Ein Blick auf den Kalender, eine Hand an meiner Schulter, ein kurzes Lächeln –
plötzlich war klar, was als Nächstes zu tun ist.
Wer von Ihnen ihre Nusstorten gekostet hat,
weiss, dass es dafür in unserer Familie ein eigenes Kapitel gibt.
Legendär, sagen alle.
Bine hätte dazu lediglich gesagt: «Ach, es ist nur eine Torte.»
Bescheidenheit gehörte zu ihr.
Und zugleich spürte man in allem, was sie machte, diese Mischung aus Sorgfalt und Herz.
Backen war für sie nicht Dekoration, sondern Gastfreundschaft zum Anfassen.
Sie war humorvoll, aber nie laut.
Ihre Pointen kamen oft in Form einer hochgezogenen Augenbraue,
eines beiläufigen Kommentars,
der die Situation plötzlich leichter machte.
Und ausdauernd war sie.
Nicht nur im Beruf, sondern auch im Leben.
Wenn sie ein Ziel hatte, blieb sie dran.
Nicht stur, sondern beharrlich, wach, offen für bessere Wege.
Es gibt Bilder, die mich ein Leben lang begleiten werden.
Sommerabende auf unserem Balkon.
Bine, die leise vor sich hin summt,
während wir Pläne schmieden.
Nicht die grossen Parolen, sondern konkrete, machbare Schritte.
Ein neues Regal für die Küche, eine Velotour am Wochenende,
ein Anruf bei jemandem, der sich gerade zurückgezogen hatte.
Das Summen war mehr als eine Gewohnheit.
Es war wie ein Takt, der uns geführt hat.
Ein leiser Soundtrack für unsere gemeinsamen Jahre.
Bine liebte das Singen im Chor.
Dort hatte sie etwas, das sie mochte:
Gemeinschaft mit einem klaren Ziel
und der Gewissheit, dass jede Stimme zählt.
Sie ging gern schwimmen, mochte das gleichmässige Eintauchen, das Ankommen im Rhythmus.
Und die Velotouren am Bodensee –
für sie war das Bewegung und Gespräch in einem:
keine Eile, aber ein schöner, klarer Zug nach vorn.
Wenn die ganze Familie zusammenkam,
waren Brettspiele so etwas wie unser Trainingslager für Humor und Fairness.
Regeln waren Regeln.
Aber ihre Freude daran, wenn jemand einen klugen Zug machte,
war grösser als der Wunsch, selbst zu gewinnen.
Als Mutter war sie stark, ohne laut zu sein.
Noah und Luca,
ihr wisst, wie sie euch begleitet hat.
Sie hatte Vertrauen in euch –
und sie hatte diese klare Art, euch ernst zu nehmen.
Nicht alles zu übernehmen, aber da zu sein,
wenn ein Rücken gebraucht wird.
Sie konnte diskutieren, aber noch besser konnte sie zuhören.
Und wer zugehört hat, kennt auch die richtigen Fragen.
Das war Bine.
Für Andrea, ihre Schwester,
war sie Verbündete und pragmatische Ratgeberin.
Und zu ihren Eltern in Appenzell hielt sie nicht nur die Nähe,
sie hielt sie lebendig.
Mit Anrufen, Besuchen, mit diesem feinen Humor,
der nicht stört, sondern wärmt.
Familie war für Bine kein idyllisches Bild,
sondern ein tägliches Tun:
sich melden, sich kümmern, verzeihen,
einander etwas zutrauen.
Wofür sie geschätzt wurde?
Für ihre Klarheit – die nie hart, sondern aufrichtig war.
Für ihre Gerechtigkeit – die nicht rechnete, sondern abwog.
Für ihre Zugewandtheit – dieses aufmerksame Interesse am Gegenüber.
Für ihren Humor – der Spannungen löste.
Und für ihre Ausdauer – die uns oft getragen hat.
Viele von Ihnen werden ihr Organisationstalent vermissen.
Diese Fähigkeit, aus Möglichkeiten Pläne zu machen,
und aus Plänen Wirklichkeit.
Sie werden ihre offene Tür vermissen,
und die ansteckende Ruhe, die in hektischen Momenten plötzlich ansteckend wurde.
Man merkte es förmlich, wenn sie den Raum betrat:
Das Durcheinander hatte weniger Chancen.
Wir könnten heute lange darüber sprechen, was wir verloren haben.
Und ja, der Verlust ist gross.
Aber ich glaube, Bine würde wollen, dass wir auch über das sprechen, was bleibt.
Da ist so viel, das nicht vergeht.
Es bleibt ihre Art, Menschen zu sehen, nicht nur Rollen.
Es bleibt die Erinnerung daran, dass eine Handschlagzusage trägt.
Es bleibt dieses Summen auf dem Balkon,
das uns lehrt, wie Planung und Zuversicht zusammengehen.
Es bleibt die Nusstorte als Symbol für Freundlichkeit im Alltag.
Es bleiben das Lachen bei einem unerwarteten Spruch,
und das Wissen, dass Fairness kein Luxus ist, sondern Grundlage.
Und es bleibt eine Aufgabe für uns.
Wenn wir Bine gerecht werden wollen,
dann so:
Wir hören einander richtig zu.
Wir übernehmen Verantwortung, ohne erst den perfekten Moment abzuwarten.
Wir halten unsere Zusagen, auch wenn es unbequem ist.
Wir öffnen unsere Türen – für ein Gespräch, für eine Tasse Kaffee, für das Mitsein.
Und wir geben Menschen um uns herum die Chance zu wachsen.
So hat Bine gelebt.
So können wir sie weiterleben lassen.
Ich danke allen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben.
Im Beruf, im Verein, in der Nachbarschaft, in der Familie.
Ihre Stärke war nie die Leistung einer Einzelkämpferin.
Sie hat Gemeinschaft gesucht und gestaltet.
Das macht ihren Abschied so schwer,
und ihre Spur so deutlich.
Für mich ist da dieser eine Gedanke, der tröstet:
Die Liebe, mit der Bine gelebt hat, ist nicht verschwunden.
Sie hat sich verwandelt.
Sie ist in den Geschichten, die wir erzählen.
In den Rezepten, die wir nachbacken.
In der Ruhe, die wir uns schenken, wenn es eng wird.
Im Mut, auch in schwierigen Zeiten ein Team zu bleiben.
Bine, du hast uns gezeigt, wie Klarheit und Wärme zusammengehen.
Wie man standhaft ist, ohne stur zu sein.
Wie man lacht, ohne zu verletzen.
Und wie man die wichtigen Dinge tut,
ohne sie gross anzukündigen.
Im Namen unserer Familie möchte ich noch zwei praktische Hinweise weitergeben,
so, wie Bine es sich gewünscht hat.
Anstelle von Blumen bitten wir um eine Spende an die Krebsliga.
Und im Anschluss an die Abdankung sind alle herzlich zu Kaffee und Kuchen
im Gemeinschaftssaal eingeladen.
Kommen Sie, erzählen Sie eine Erinnerung,
teilen Sie ein Lächeln, eine Anekdote, einen stillen Moment.
So bleibt sie lebendig.
Noah, Luca –
eure Mutter hat euch etwas mitgegeben, das nicht vergeht:
Vertrauen in eure eigene Kraft
und die Gewissheit, dass ihr nie allein seid.
Ich weiss, dass wir weiter ein Team bleiben –
mit all dem, was sie uns beigebracht hat.
Und an alle, die heute hier sind:
Wenn Sie das nächste Mal an einem Sommerabend draussen sitzen,
vielleicht auf einem Balkon,
und es ist ruhig genug, um ein leises Summen zu hören –
denken Sie an Bine.
Nicht als etwas Fernes,
sondern als eine Haltung zum Leben,
die uns erinnert:
Fair sein.
Verlässlich sein.
Verantwortung übernehmen.
Und mitten im Alltag ein Stück Wärme hinterlassen.
Liebe Bine,
danke für deinen Weg.
Danke für deine Klarheit, deine Gerechtigkeit, deine Zugewandtheit,
für deinen Humor und deine Ausdauer.
Du warst meine Partnerin, mein Gegenüber, mein Zuhause.
Wir lassen dich in Liebe gehen
und tragen dich in Liebe weiter.
Danke, dass Sie hier sind.
Danke, dass Sie Bine in Ihrem Herzen mitnehmen.
Und danke, dass Sie das, was ihr wichtig war,
mit uns weitertragen.