outputMit Trauerredeschreiben per KI generiert
Liebe Familie, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Weggefährten von Paolo Bernasconi, liebe Trauergemeinde
Danke, dass Sie heute hier sind.
Wir sind zusammengekommen, um Abschied zu nehmen – und um das Leben eines Menschen zu feiern, der uns verbunden hat, lange bevor wir es so klar gesehen haben:
Paolo, unser Pädu B.
Ich spreche heute als Kollegin/Kollege, als jemand aus dem Projektteam, mit dem ich acht Jahre lang eng zusammenarbeiten durfte.
Und ich spreche als Freund, der oft staunte, wie viel Herz in klaren Architekturskizzen stecken kann.
Pädu wurde am 5. Januar 1980 geboren, aufgewachsen ist er in Bellinzona.
Sein Weg führte ihn an die ETH Zürich, Informatikstudium – präzise im Denken, offen in der Haltung.
Beruflich leitete er Digitalisierungsprojekte für öffentliche Verwaltungen.
Er würde jetzt wahrscheinlich sagen: «Kein Hexenwerk, nur Teamarbeit und Ausdauer.»
Aber wir wissen, wie selten jemand wirklich Brücken baut – zwischen Mensch und Maschine, zwischen Abteilung und Abteilung, zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Wenn ich an ihn denke, höre ich zuerst dieses kurze, leise Lachen, das er hatte, bevor er eine komplizierte Sache einfach erklärte.
Und dann sehe ich seine Hand, die nach der Serviette griff.
Zwei Striche, drei Pfeile, eine kleine Skizze – und plötzlich verstand der Raum, worum es ging.
Diese Servietten sind für viele von uns kleine Artefakte geworden.
Papier, das zeigt, wie Denken zu Bewegung wird.
Pädu war neugierig, herzlich, lösungsorientiert, humorvoll, teamdienlich.
Er mochte grosse Worte nicht, aber er liebte klare Werte:
Transparenz.
Fairness.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Fehler als Chance.
Das war keine Floskel, das war sein Arbeitsklima.
Wer mit ihm arbeitete, durfte ehrlich sein – auch wenn es unbequem wurde.
Er hörte zu.
Er gab Feedback, direkt, respektvoll, hilfreich.
Man ging nie klein aus einem Gespräch mit ihm heraus, eher grösser.
Wir denken heute besonders an seine Familie.
An Sara Lüthi, seine Lebenspartnerin.
An Noemi, elf Jahre alt, sein grösster Stolz.
An seine Eltern, Gianni und Lucia.
Und an seine Schwester Martina.
Pädu sprach von Ihnen oft und gern – nie nach aussen gekehrt, eher beiläufig, in diesen Sätzen, die mehr verraten als grosse Gesten.
«Noemi hat mit dem Velo einen Hügel geschafft, den ich früher gemieden habe.»
Dann dieses Lächeln.
Sein Tempo richtete sich stets nach den Menschen, die er liebte.
Es gibt diese eine Erinnerung, die für mich zu einem Bild geworden ist, das ihn ganz gut trifft:
Die Nachtschichten vor einem Go-Live.
Draussen leerer Flur, drinnen offene Laptops, müde Augen, tickende Uhr.
Er kam mit Pizza, balancierte die Kartons wie ein Strassenkünstler, stellte eine Jazz-Playlist an – nie zu laut, nur gerade so, dass das Nervöse in uns ruhiger wurde – und sagte:
«Kommt, das packen wir.»
Nicht als Parole.
Als Einladung.
Wir lachten, wir atmeten durch, und plötzlich war da wieder dieses Gefühl, dass es gut werden kann, Schritt für Schritt.
Am Morgen lief das System stabil.
Und wir hatten nicht nur ein Projekt ausgeliefert, sondern auch ein Team geformt.
Pädu liebte Open-Source – nicht nur als Lizenzmodell, sondern als Haltung.
Wissen teilen, Entscheidungen begründen, Beiträge würdigen.
Er war Mentor für junge Talente.
Er brachte Menschen zum Leuchten, indem er ihnen zutraute, über sich hinauszuwachsen.
Wer neu zu uns kam, hörte von ihm nicht: «So machen wir das hier.»
Sondern: «Zeig mal, wie du es siehst. Vielleicht ist da eine Idee, die uns fehlt.»
Diese Offenheit war ansteckend.
Er war ein Espresso-Nerd, sagte er lachend, und meinte es sehr ernst.
Seine Mühle hatte Namen, seine Siebträger Rituale.
Wenn die Extraktion stimmte, war es für ihn fast wie ein kleiner Beweis, dass Präzision und Wärme zusammenpassen.
Hinter dem Bildschirm war er Architekt, an der Maschine Barista, und irgendwo dazwischen Freund.
Wenn er frei hatte, sah man ihn auf dem Rennvelo am Zürichsee.
Nicht, um etwas zu beweisen, sondern um den Kopf von Knoten zu lösen.
Und im Stadion – SC Rapperswil-Jona Lakers – konnte er jubeln wie ein Kind und analysieren wie ein Profi.
Fotograf war er auch, einer der leisen Sorte.
Er hielt Alltagsmomente fest, diese unspektakulären Sekunden, die man sonst übersieht:
ein Lichtfleck an der Wand, ein Regentropfen, der an einem Geländer hängt, eine Hand, die eine andere hält.
Heute laufen seine Bilder als Slideshow.
Sie zeigen uns, was er sah:
dass das Leben nah ist, wenn man nah hinschaut.
Pädu konnte bei Konflikten das Tempo rausnehmen.
Er sagte dann Sätze wie: «Lassen wir die Sache kurz ohne Ecken anschauen.»
Kein Druck, keine Pose.
Und plötzlich sprachen wir wieder miteinander statt übereinander.
So hat er Systeme stabil gemacht – und Menschen verbunden.
Er hatte diesen Blick, den wir vermissen werden:
«Kommt, das packen wir.»
Ein Blick, der nicht naiv war.
Er kannte die Hürden, die Risiken, den unberechenbaren Faktor Mensch.
Gerade deshalb glaubte er an den nächsten sinnvollen Schritt.
Nicht an Wunder, an Arbeit.
Nicht an Alleingänge, an Zusammenarbeit.
Wir werden seine ehrlichen Rückmeldungen vermissen.
Seine Fragen, die treffen, ohne zu verletzen.
Seine Skizzen auf Servietten.
Seine ausgleichende Art, wenn die Luft dünn wurde.
Und diese seltene Mischung aus Anspruch und Güte, die Projekte nicht nur erfolgreich, sondern richtig machte.
Vieles von dem, was er geschaffen hat, sieht man nicht sofort.
Es steckt in den unsichtbaren Schnittstellen, in guten Datensätzen, in nachvollziehbaren Entscheidungen.
Aber man spürt es:
in Abläufen, die verlässlich sind.
In Teams, die einander etwas zutrauen.
In jungen Kolleginnen und Kollegen, die heute mutiger sind, weil jemand ihnen früh gesagt hat:
«Mach. Ich bin da, wenn es wackelt.»
Wenn wir heute sein Leben feiern, dann feiern wir auch die Werte, die bleiben.
Transparenz – wir sagen, was ist.
Fairness – wir entscheiden so, wie wir selbst behandelt werden möchten.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe – wir schauen uns in die Augen, gerade wenn es schwierig wird.
Fehler als Chance – wir lernen, statt zu verstecken.
Das ist sein Vermächtnis in uns, ob wir am Schreibtisch sitzen, am Familientisch, im Stadion oder am Seeufer.
Ich weiss, viele von Ihnen tragen heute farbige Accessoires.
Es tut gut, diese freundlichen Farbtupfer zu sehen.
Sie passen zu Pädu.
Zu seiner Art, Ernst mit Leichtigkeit zu verbinden.
Sie sagen leise:
Wir trauern – und wir bekennen uns zum Leben.
An Sara möchte ich sagen:
Wir haben gesehen, mit wie viel Ruhe und Humor du ihn begleitet hast.
An Noemi:
Dein Papi hat dir zugetraut, eigene Wege zu gehen.
Er hätte sich gewünscht, dass du neugierig bleibst, auch wenn etwas nicht sofort gelingt.
An Gianni und Lucia:
Wir verstehen ein Stück besser, woher seine Güte und sein gerader Rücken kamen.
An Martina:
Geschwister teilen ein Vokabular, das andere nur ahnen.
Danke, dass du es heute mit uns teilst – im Blick, im Schweigen, im Lächeln.
Man fragt sich in diesen Tagen, wie man gerecht werden kann einem Menschen, der so viel gegeben hat.
Vielleicht so:
Wir behalten den Mut, die erste ehrliche Frage zu stellen.
Wir teilen den Code, die Idee, den Kaffee.
Wir geben ein Feedback, das weiterhilft – nicht später, jetzt.
Wir zeichnen wieder Skizzen auf Servietten.
Wir halten das Team zusammen, wenn der Druck steigt.
Und wir sagen öfter: «Kommt, das packen wir.»
Wer eine Erinnerung mit nach Hause nehmen will, darf sie gern konkret machen.
Drücken Sie später jemandem eine kleine Serviette mit einem Pfeil in die Hand.
Oder machen Sie heute ein Foto von etwas, das sonst niemand bemerkt.
Brauen Sie morgen einen Espresso mit Geduld.
Das sind kleine Gesten.
Aber sie tragen eine Haltung.
Im Sinne von Pädu sind Spenden an eine MINT-Nachwuchsstiftung gewünscht.
Wer fördert, dass junge Menschen forschen, probieren, scheitern und es nochmals versuchen, baut weiter an dem, was ihm am Herzen lag.
Es bleibt ein Schmerz, klar.
Und zugleich bleibt viel mehr:
die Art, wie wir künftig miteinander arbeiten.
Die Art, wie wir einander zuhören.
Die Zuversicht, die in seinem Lachen lag.
Heute nehmen wir Abschied.
Nicht von dem, was er in uns angestossen hat – das bleibt.
Sondern von seiner Gegenwart, von diesem schnellen Schritt, von den Servietten, die ihm nie ausgingen, von dem Blick, der sagte:
«Es ist möglich.»
Danke, Pädu B., für den Weg an unserer Seite.
Für Pizza und Jazz in langen Nächten.
Für Klarheit ohne Härte.
Für Humor ohne Häme.
Für Vertrauen, das wachsen lässt.
Wir lassen dich in Liebe los.
Und wir tragen dich weiter –
in jedem ehrlichen Satz,
in jedem lösungsorientierten Schritt,
in jeder Skizze, die eine Brücke wird.
Danke.