outputMit Trauerredeschreiben per KI generiert
Liebe Familie, liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Weggefährtinnen und Weggefährten von Hampi,
danke, dass ihr heute hier seid.
Wir sind zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Hanspeter Schmid – unserem Hampi –
und um sein Leben zu feiern.
Ich spreche als seine Enkelin.
Als das Kind, das in seiner Backstube gross geworden ist,
das an seinen Händen lernte, wie man Teig fühlt,
und im Leben von ihm lernte, was Bestand hat.
Hampi, ich spreche heute zu dir.
Und ich spreche zu euch allen, die ihn geliebt, geehrt, erlebt haben –
am Ofen, am Stammtisch, im Laden,
auf einem Spaziergang am Drei Weieren,
oder beim Jassen mit seiner Runde.
Du bist am 29. April 1942 in St. Gallen geboren,
und du bist 83 Jahre alt geworden.
Dein Weg war nicht spektakulär im lauten Sinn.
Er war verlässlich, still kraftvoll, gradlinig – so wie du.
Du hast die Lehre als Bäcker-Konditor gemacht,
und 1970 die Bäckerei Schmid übernommen.
Von da an prägten deine Hände und dein Herz nicht nur Brote,
sondern auch Menschen.
Dein Sonntagszopf, dein St. Galler Biber –
sie waren mehr als Produkte.
Sie waren Einladungen:
Komm herein. Setz dich. Iss etwas.
Niemand geht hungrig fort.
Du warst Frühaufsteher.
Vor dem ersten Licht, wenn die Stadt noch schwieg,
war bei dir schon Wärme im Raum
und Mehlstaub in der Luft.
Dein Pfeifen hat die Stille gefüllt,
bevor die Glocken draussen den Morgen weckten.
Als Bäckermeister mit Herzblut hast du Lernende gefördert.
Du hast ihnen nicht nur Handgriffe beigebracht,
du hast ihnen Achtung beigebracht:
Arbeit mit Sorgfalt.
Qualität vor Tempo.
Und dass Fehler dazugehören, wenn man sie ernst nimmt.
Du konntest in einen Teig fassen
und wusstest, was ihm noch fehlte.
Bei Menschen konntest du das auch.
Du hast Margrit geliebt, deine Margrit, geborene Frei.
Zusammen habt ihr die Bäckerei getragen,
aber vor allem eine Familie gebaut.
Vater warst du für Andreas und Silvia,
Grossvater für Mia und Jonas.
Und wie oft hast du mit einem Zwinkern aus der Backstube nach vorn gerufen,
wenn wir im Laden standen
und schon das nächste Nussgipfeli im Blick hatten.
Ich erinnere mich an die Sonntagmorgen in deiner Backstube.
Mehlstaub in der Luft.
Dein Pfeifen, ruhig und heiter.
Ich durfte den Zopf flechten – mit konzentrierter Zunge im Mundwinkel.
Und du hast gesagt:
„Nid perfekt, aber mit Liebi.“
Dieser Satz hat mich durch mehr getragen als nur den Teig.
Er ist bis heute mein Massstab für alles,
was zählt.
Du warst genau.
Nicht kleinlich, sondern präzise.
Ein Gramm zu wenig Hefe, ein Grad zu kalt – du hast es gespürt.
Aber wenn ein Mensch ein Gramm zu wenig Mut hatte,
gabst du ihm zwei Gramm dazu.
Grosszügig warst du.
An Weihnachten hast du Brote in die Nachbarschaft getragen,
einfach so, ohne grosse Worte.
Du wusstest: Wärme lässt sich teilen.
Im Brot. Im Blick. In der Zeit, die man sich nimmt.
Dein Humor war trocken wie eine gute Rinde
und innen weich wie eine Krume,
die gerade abgekühlt ist.
Dein Lachen kam selten laut,
aber wenn, dann rollte es wie ein Wagen frischer Brötchen aus dem Ofen.
Man konnte nicht anders, als mitzulachen.
Du warst bodenständig.
Kein Aufheben um dich.
Einfach machen.
Wenn irgendwo ein Problem anstand – im Laden, in der Familie, im Verein –
hast du zuerst zugehört.
Dann hast du eine Lösung vorgeschlagen,
die so naheliegend war,
dass man sich fragte, warum man nicht selbst darauf gekommen war.
Deine Ruhe hat uns allen gutgetan.
Dein Herz schlug nicht nur für die Backstube.
Es schlug grün-weiss – für den FC St. Gallen.
An Spieltagen lag eine besondere Spannung in der Luft.
Du konntest mit demselben Ernst über Teigführung sprechen
wie über eine Abseitsfalle.
Und doch nie verbissen.
Eher ein Schmunzeln:
„Am End isch wichtig, dass mer’s zäme luegt“, hast du gesagt.
Deine Modelleisenbahn war deine kleine Welt,
in der alles im Takt fuhr.
Präzise, aber nicht pedantisch.
Die Hände leicht mehlig,
der Blick still vergnügt, wenn die Lok fehlerfrei die Kurve nahm.
Beim Jassen warst du zuverlässig,
nicht auftrumpfend, aber beständig.
Und die Spaziergänge am Drei Weieren –
dein stiller Luxus.
Wasser, Bäume, Himmel.
„Mehr bruchts nöd“, hast du gesagt.
Du warst im Gewerbeverein engagiert,
weil du wusstest, dass eine Stadt vom Miteinander lebt.
Du hast Türen offen gehalten – wortwörtlich und im übertragenen Sinn.
Und du hast deinen Platz nicht für wichtig genommen,
sondern für nützlich.
Mit 70 bist du in Pension gegangen.
Andere hätten gesagt: jetzt ist Schluss.
Du hast gesagt: jetzt anders.
Du warst weiterhin im Laden präsent,
einfach da.
Ein Gruß über der Ladentheke.
Ein Zwinkern für die Stammkundschaft.
Ein Rat für die Nachfolgerin, den Nachfolger –
knapp, klar, freundlich.
Was bleibt?
Was werden wir vermissen?
Dein Zwinkern über der Ladentheke.
Der Duft aus dem Ofen, wenn draussen die Luft kalt war.
Deine ruhige Art, Probleme zu lösen.
Dein Pfeifen, das den Morgen freundlich machte.
Und dieses Gefühl, dass am Ende alles gut wird,
wenn man es mit Liebi macht.
Hampi, ich habe heute einen Brotkorb mitgebracht.
Er ist unser Symbol.
Er erinnert an deine Hände, die kneteten.
An deine Geduld, die ruhen liess, was Zeit brauchte.
An deine Grosszügigkeit, die austeilte, wenn jemand anklopfte.
Brot ist einfach, sagtest du, aber nie simpel.
Es ist das Alltägliche, das heilig wird, wenn man es richtig macht.
So warst du.
Deine Werte tragen wir weiter.
Arbeit mit Sorgfalt.
Qualität vor Tempo.
Familie zuerst.
Und: niemand geht hungrig fort.
Wir werden nicht nur deine Rezepte weitergeben,
sondern deine Art, Menschen zu sehen.
Ich weiss, dass heute Trauer schwer ist.
Aber ich möchte dir, Hampi, und euch allen sagen:
In diesem Verlust liegt auch etwas Tröstliches.
Wir stehen hier nicht vor einer Leere,
sondern vor einer Ernte.
All die Morgen,
all die Zöpfe,
all die stillen Gesten,
all die lernenden Hände, die du gehalten hast –
sie sind da.
In uns.
In dieser Stadt.
In jeder Küche, in der am Sonntag ein Zopf auf dem Tisch steht
und jemand sagt:
„Nid perfekt, aber mit Liebi.“
Und weil Hampi ein St. Galler war
und weil sein Lächeln schon immer ein wenig Mundart sprach,
erlaubt mir ein paar Zeilen so, wie er es mochte:
Hampi, mir säged: Merci, vo Herze.
Für dini früeh Morgä, für dä Duft im Huus.
Fürs Zopfä lehre und s’Zäme sii.
Gang liger, mir trägäd di i eusne Täg.
Und wänn’s schwirig wird, luegä mer uf di und säged:
„Mit Liebi.“
Für Margrit,
für Andreas und Silvia,
für Mia und Jonas –
wir halten zusammen.
Wir erzählen weiter.
Wir flechten weiter.
Wir lassen uns Zeit, wo Zeit guttut,
und wir teilen, wo Teilen wärmt.
Hampi, du hast uns beigebracht,
dass Sorgfalt kein Luxus ist,
sondern Respekt – vor der Arbeit, vor den Menschen, vor dem Tag.
Du hast uns gezeigt,
dass Humor nicht laut sein muss, um zu tragen.
Und dass man im richtigen Moment schweigt,
damit ein anderer sprechen kann.
Heute nehmen wir Abschied.
Nicht von dem, was du uns gegeben hast – das bleibt.
Wir nehmen Abschied von deiner Nähe, deinem Blick, deiner Stimme.
Aber wenn am Sonntagmorgen Mehlstaub in der Luft steht
und jemand in der Küche pfeift,
wirst du da sein.
Wenn irgendwo ein Mensch unsicher einen Anfang sucht
und ein anderer sagt:
„Nimm’s in d’Hand, s’ wird“, wirst du da sein.
Und wenn eine Nachbarin klingelt
und wir den Brotkorb reichen,
wirst du da sein.
Zum Schluss möchte ich, so wie du es gemocht hättest,
nicht in Stille schliessen, sondern mit einem Lied,
das Heimat und Wärme trägt.
S’Vreneli ab em Guggisbärg.
Hören wir es als Dank.
Als Erinnerung.
Als Zusage, dass Geschichten weitergehen.
Hampi,
danke für deinen Weg.
Danke für deine Hände.
Danke für dein Pfeifen am Morgen.
Danke für jedes „Nid perfekt, aber mit Liebi.“
Gang liger.
Mir lueged zue de eusne.
Und mir bached witer.