outputMit Trauerredeschreiben per KI generiert
Liebe Beatrice, lieber Roland,
lieber Silvan,
liebe Alina,
liebe Freundinnen und Freunde von Märi,
liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,
danke, dass ihr heute hier seid.
Wir sind zusammengekommen, um Mara Schneider – unsere Märi – zu ehren, zu feiern und in Liebe loszulassen.
Ich spreche als ihre engste Freundin seit der Berufsschule,
als ihre ehemalige WG-Partnerin,
als jemand, der mit ihr nicht nur eine Wohnung, sondern ein halbes Leben geteilt hat.
Märi, ich rede heute mit dir.
So, wie wir es immer getan haben.
Direkt, ehrlich, und mit dem Herzen vorne.
Du bist am 21. Juni 1984 in Winterthur zur Welt gekommen.
Es passt, dass du ein Sommerkind warst.
Du hast Wärme gebracht, aber nicht diese weiche, schwammige,
sondern eine klare, kraftvolle Wärme.
Eine, die Räume hell macht und Menschen aufrichtet.
Du hast dich zur Pflegefachfrau HF ausbilden lassen
und zwölf Jahre auf der Onkologie im KSW gearbeitet.
Du warst da, wo es weh tut.
Nicht, weil du das Drama gesucht hättest,
sondern weil du wusstest, dass Würde genau dort verteidigt werden muss,
wo Angst wohnt.
Später bist du ins Palliativ-Care-Team gewechselt,
hast Sterbende begleitet und Angehörige gestützt.
Du konntest aushalten, was andere erschreckt.
Du hast Hoffnung nicht versprochen, du hast sie möglich gemacht –
durch Dasein, durch Klarheit, durch deine unverwechselbare Mischung aus Herzwärme und Haltung.
Und weil dir “keine halben Sachen” heilig war,
hast du dich nicht nur um einzelne Menschen gekümmert,
sondern auch um Strukturen.
Du warst Mitinitiantin eines Hospiz-Projekts.
Du hast gesagt: Es reicht nicht, dass wir im Kleinen gut sind.
Wir müssen das Gute auch verlässlich machen.
Dein Blick war immer weiter als der Moment.
Und trotzdem warst du ganz im Moment, wenn es darauf ankam.
Zu deiner Familie hast du gehalten wie zu einem inneren Kompass.
Beatrice und Roland, ihr wart für Märi Heimat im besten Sinn:
ehrlich, nah, verlässlich.
Silvan, du warst nicht nur der Bruder,
du warst ihre sichere Bank in allen Lagen.
Und Alina – deine Gotte – war stolz auf dich,
jedes einzelne Foto von dir wurde gefeiert wie ein Meisterwerk.
Märi hatte nie ein laues Gefühl für ihre Menschen:
Bei ihr war Zuneigung konkret.
Sie rief an.
Sie kam vorbei.
Sie hörte zu, bis die Worte aufgeräumt waren.
Wenn ich an uns denke, dann höre ich zuerst deine Lache.
Nicht dieses höfliche Lächeln,
sondern die echte, laute Lache, die einen Raum in ein Zuhause verwandelt hat.
Und ich sehe uns auf unseren Velos.
Unser Trip dem Rhein entlang bis Basel.
Der Regen, der uns klatschnass gemacht hat.
Die nassen Socken, die du über irgendeinem Heizkörper retten wolltest.
Die Lachkrämpfe, weil nichts so lief wie geplant.
Und dann, mitten in der Nacht, dieser Tanz im Regen.
Ohne Musik, oder doch – deine Lache war Musik genug.
Wenn ich heute Trost suche, gehe ich dorthin zurück.
Zu diesem Moment, in dem das Leben einfach nur Leben war.
Du hast mir beigebracht:
Glück ist nicht, wenn alles stimmt.
Glück ist, wenn etwas stimmt – und wir es merken.
Du hast geliebt, was Menschen verbindet.
Yoga im Rosengarten – dein morgendliches Ritual,
dein stilles “Ich bin da”.
Urban Gardening auf dem Balkon – Tomaten, die du wie Familie angesprochen hast,
und Kräuter, die du allen mitgegeben hast, die nach “Sommer” rochen.
Deine Kamera, mit der du nicht Dinge fotografiert hast, sondern Beziehungen.
Und natürlich das Openair St. Gallen –
dein Kalender hatte dafür immer Platz.
Du konntest vor einer Bühne stehen und zugleich für alle um dich herum der sicherste Ort sein.
Deine Art, mit Menschen zu sprechen, bleibt für mich unerreicht.
Mitten in der Nacht, wenn vieles zu gross wurde,
hast du am Küchentisch gesagt:
“Reden wir so lange, bis es wieder Luft hat.”
Du warst direkt, aber nie schneidend.
Mutig, aber nie rücksichtslos.
Deine Offenheit war nicht bloss eine Meinung, sie war eine Haltung.
Und dein Humor – nie als Flucht, immer als Kraftquelle.
Du konntest in einem Satz die Schwere nicht wegreden,
aber du konntest ihr das Gewicht nehmen, so dass man wieder gehen konnte.
Heute, an dieser Gedenkfeier,
projizieren wir deine Bilder.
Es ist schön, dass du uns jetzt noch einmal zeigst,
wie du geschaut hast:
nah an den Menschen, wach für das Kleine,
grosszügig im Blick für das Ganze.
Dass wir statt Blumen für das geplante Hospiz spenden,
ist genau in deinem Sinn.
Und dass wir farbig gekleidet sind,
ist keine Laune des Programms,
sondern eine Erinnerung an dich:
Du hast Farbe gemacht, wo andere Grau erwarteten.
Was bleibt von dir?
Mehr, als sich in einer Stunde zusammenfassen lässt.
Bleiben wird dein Sinn für Würde –
in der Art, wie wir einander ansprechen.
Bleiben wird deine Solidarität –
in dem Reflex, nicht wegzuschauen, wenn es ernst wird.
Bleibt deine Offenheit –
in unseren Fragen, die wir weiterstellen, auch wenn sie unbequem sind.
Bleibt dein Humor –
nicht als Maske, sondern als Werkzeug.
Und bleibt dein Grundsatz:
keine halben Sachen.
Weder in der Liebe,
noch in der Freundschaft,
noch im Einsatz für andere.
Was werden wir am meisten vermissen?
Die ehrlichen Gespräche um Mitternacht.
Deine laute Lache, die Ecken abrundete, ohne sie zu verschleifen.
Deine Fähigkeit, Hoffnung zu geben,
ohne je falsche Versprechen zu machen.
Und dieses kleine, fast unsichtbare Nicken,
wenn jemand etwas Schweres sagte
und du damit meintest: Ich halte das mit dir aus.
Märi, ich denke oft an unsere WG-Zeit.
An die Liste am Kühlschrank,
auf der “Kaffee” stand, “Haferflocken”,
und dazwischen dein handschriftlicher Zusatz: “Mut.”
Du hast den Zettel nie abgehängt.
Vielleicht, weil wir beides brauchten – Grundnahrung und das, was man nicht kaufen kann.
Am Monatsende, wenn das Geld knapp war,
hast du gesagt: “Wir teilen, dann reicht’s.”
Und es reichte.
Nicht nur der Einkauf,
auch die Kraft.
Dein Beruf war nie nur ein Beruf.
Ich erinnere mich an Abende, an denen du erschöpft warst
und trotzdem sagen konntest:
“Heute hat jemand Frieden gefunden.”
Nicht, weil du ein Wunder versprochen hättest.
Sondern weil du die Hand gehalten hast, als es darauf ankam.
Du hast uns allen beigebracht,
dass Begleitung kein grosses Wort braucht.
Sondern Präsenz.
Aufrichtigkeit.
Und diesen feinen, humorvollen Faden,
der die Angst nicht abschneidet, aber sie bindet.
Du warst Gotte für Alina mit einem Ernst,
der alle Leichtigkeit einschloss.
“Gotte sein heisst, Zukunft glauben”,
hast du einmal gesagt.
Alina wird gross mit dem Wissen,
dass ihre Gotte an sie geglaubt hat –
nicht abstrakt,
sondern in kleinen Taten, in Zeit, in Geschichten, in offenen Ohren.
Wenn ich einen letzten, kostbaren Moment nennen soll,
dann der, als du mir nach einem sehr langen Tag
ein Foto gezeigt hast:
Unscharf, Regen auf der Linse,
zwei Menschen im Gegenlicht.
“Schau”, hast du gesagt, “Beweis, dass es uns egal war.”
Ja.
Uns war egal, wie wir aussehen.
Uns war wichtig, wie wir leben.
Diese Freiheit, Märi, hast du uns geschenkt.
Es gibt Sätze, die ich jetzt in mir trage
wie einen inneren Leitfaden.
Deine drei meistgesagten:
“Hör zu.”
“Frag noch mal.”
“Mach es ganz.”
Mit diesen drei Sätzen kann man erstaunlich viel reparieren.
Beziehungen.
Tage.
Manchmal sogar sich selbst.
Heute nehmen wir Abschied.
Nicht von dem, was du begonnen hast –
das geht weiter.
Im Hospiz-Projekt, das wir weitertragen.
In der Art, wie wir unsere Nächte teilen, wenn es jemandem schwer ums Herz ist.
In den Farben, die wir anziehen,
auch an Tagen, die Grau heissen.
In unseren Gärten – auf Balkonen oder in Hinterhöfen –
wo wir Tomaten ansprechen wie alte Freunde.
In unseren Fotos, die wieder lernen, Beziehungen zu zeigen statt perfekte Ränder.
Liebe Beatrice, lieber Roland, lieber Silvan, liebe Alina,
ihr habt eine Tochter, eine Schwester, eine Gotte,
die Spuren gelegt hat, die bleiben.
Trauer hat ihren eigenen Takt.
Niemand muss heute schon stark sein.
Aber wenn die Stille gross wird,
dürft ihr wissen:
Was Märi uns gab, ist nicht weg.
Es hat nur die Form gewechselt.
Es ist in unseren Gesten.
In unserer Art, einander Platz zu machen.
In unserem Mut, die Wahrheit freundlich zu sagen.
Märi,
du fehlst.
Das ist die ehrliche, schlichte Wahrheit.
Und gleichzeitig:
Du bist in vielem hier.
In dem Lachen, das heute trotz allem aufblitzt.
In jeder Hand, die eine andere hält.
In jedem Entschluss, der nicht halb ist, sondern ganz.
Wenn wir uns fragen, wie wir dir gerecht werden,
dann vielleicht so:
Wir hören zu.
Wir fragen noch mal.
Wir machen es ganz.
Wir verteidigen Würde, wo sie in Gefahr ist.
Wir bleiben offen, auch wenn’s anstrengend wird.
Wir sind solidarisch, bevor jemand darum bittet.
Und wir unterschätzen nie die Kraft eines guten Lachens
zur richtigen Zeit.
Danke, Märi.
Für deinen Mut.
Für deine Freundschaft.
Für jede Nacht, die du leichter gemacht hast.
Für jede Hand, die du gehalten hast.
Für jedes Bild, das uns jetzt lehrt, wie man hinschaut.
Tanz weiter, wenn es regnet.
Wir holen die Velos.
Und wir fahren dir ein Stück nach –
mit nassen Socken, grossem Herzen
und dieser klaren, hellen Freude,
die du uns beigebracht hast.
In Liebe.